Veranstaltungen Martin Rehfeldt

Sommersemester 2010:

Seminar/Proseminar: Teufel und Dämonen: Figurationen des Bösen aus theologischer und literaturwissenschaftlicher Sicht

Inhalt: „Please allow me to introduce myself / I’m a man of wealth and taste“ – im Rolling Stones-Song „Sympathy for the Devil“ charakterisiert sich der Teufel selbst, indem er sich als Urheber diverser historischer Grausamkeiten offenbart, aufgrund derer man seinen Namen erraten könne. Und in der Tat: Auch ohne Kenntnis des Titels „Sympathy for the Devil“ würden die Hörer und Hörerinnen des Songs wohl leicht erkennen, wer sich hier vorstellt, zählt doch der Teufel zu den biblischen Figuren, die ungebrochen Interesse hervorrufen und deren Darstellungen entsprechend verbreitet waren und nach wie vor sind – von der Volksliteratur wie den Märchen der Brüder Grimm über die so genannte Hochliteratur etwa Johann Wolfgang von Goethes und Thomas Manns bis zur gegenwärtigen Popularkultur wie Christopher Nolans Batman-Film „The Dark Night“ mit Joker als Teufelsfigur. Während in der Literatur verschiedene Facetten des Teufels anhand konkreter Teufelsfiguren hervorgehoben worden sind, ist die Theologie seit dem 19. Jahrhundert mit dem Teufel recht respektlos umgegangen. Besonders in der evangelischen Theologie distanzierte man sich immer mehr von personalen Vorstellungen des Bösen. Wie soll man sich dazu aber verhalten angesichts des Charmes, den der literarische Teufel hat?
Im interdisziplinär ausgerichteten Seminar werden sowohl theologische als auch literarische Teufelsvorstellungen in den Blick genommen und auf Gemeinsamkeiten ebenso wie Unterschiede hin diskutiert.

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Wintersemester 09/10:

Übung/Einführung Teil II: Kriegsdarstellungen in der Literatur von Grimmelshausen bis Kracht

Inhalt: „Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! / Ins Feld, in die Freiheit gezogen! / Im Felde, da ist der Mann noch was wert, / Da wird das Herz noch gewogen. / Da tritt kein anderer für ihn ein / Auf sich selber steht er da ganz allein.“ Das berühmte Reiterlied aus Schillers Drama Wallensteins Lager formuliert einen Grund für die Faszination des Krieges, der in vielen literarischen Texten thematisiert wird: Der Krieg wird als Ort existentieller Erfahrungen aufgefasst. Im Seminar wird in den Blick genommen, welche Aspekte des Krieges in Texten verschiedener Gattungen und aus verschiedenen Epochen dargestellt und welche ausgespart werden, und auch, mit welchen literarischen Mitteln Krieg beschrieben wird.
Neben den angegebenen Texten werden kürzere von Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Ernst Jünger, Kurt Tucholsky, Wolfgang Borchert, Heinrich Böll und Friedrich Dürrenmatt sowie Gedichte besprochen.

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Sommersemester 2009:

Einführung Teil I: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Inhalt: Das Einführungsseminar vermittelt Grundlagen des Studiums der Neueren deutschen Literaturwissenschaft. Es gibt zunächst einen Überblick über die Fachgeschichte, literaturwissenschaftliche Theorien und Methoden, die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens sowie die Editionsphilologie. Der zweite Teil des Seminars ist der Literaturgeschichtsschreibung, der Rhetorik und der Theorie und Analyse der Gattungen Epik, Lyrik, Drama und exemplarischer Untergattungen gewidmet. Die Einführung schließt mit einer Klausur ab.

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