Startseite > Uncategorized > Theaterstück an der Universität: KLAMMS KRIEG

Theaterstück an der Universität: KLAMMS KRIEG

26. April 2010

Die Schüler haben ihrem gefürchteten Lehrer Klamm den Krieg erklärt. Schriftlich. Offiziell. Ihre Waffen: Schweigen und totale Arbeitsverweigerung. Ihr Vorwurf: Schuld am Selbstmord eines Mitschülers; nur ein Punkt fehlte dem Prüfling zum Bestehen des Abiturs, und Klamm hatte ihn verwehrt. Ihre Forderung: eine Entschuldigung. Klamm rechtfertigt sich, er redet gegen die Mauer des Schweigens an, er argumentiert und verteidigt, er versucht es mit Hohn, mit Bestechung, mit Drohungen, doch keiner antwortet. Klamm gibt nicht auf, er zieht in den Krieg, den er im Geheimen schon lange führt: gegen die Klasse, die Kollegen, die Schule, das ganze Schulsystem. „Niemand beginnt einen Krieg, den er nicht gewinnen will. Aber dazu brauchen Sie Waffen“, sagt Klamm – und zieht eine Browning aus der Tasche…

Das Publikum ist die Schulklasse und blickt schweigend auf Klamm, der sich selbst Stunde für Stunde immer weiter demontiert, vom prinzipientreuen souveränen Pauker über einen von Machtwahn und Hass zerfressenen Einzelkämpfer bis hin zum totalen psychischen Wrack. Es geht nicht um die Lösung der Schuldfrage, sondern um das Minenfeld Schulalltag, um die komplexe Beziehung zwischen Schülern und Lehrern, mit ihren Machtverhältnisse und Abhängigkeiten, und um die Ursachen von Konflikten und Gewalt. Das Stück problematisiert Konflikte und verhärtete Fronten, nicht nur im Klassenzimmer. Es plädiert für gegenseitige Annäherung, Kommunikation und wechselseitiges Verständnis und ruft zu Respekt und Toleranz auf. Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Darsteller das Gesehene zu reflektieren und über die eigene Lebenswirklichkeit nachzudenken.

Inszenierung: Cécilie Kott

Mit: Gerhard Fehn

Termine:

28. April 2010: Uni Innenstadt | 20:00 Uhr | Hörsaal U7/105

29. April 2010: Uni Feki | 20:00 Uhr | Feldkirchenstr. 21, F 301

Eintritt: 3 € / Studenten

Advertisements