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Berichterstattung über ein tolles Spiel – Tempusfehler

28. Juni 2010

Gestern konnten wir uns über ein wundervolles Spiel unserer Nationalmannschaft freuen – heute lassen wir es in der Erinnerung noch einmal Revue passieren.  Dabei hilft die journalistische Berichterstattung, die uns nebenbei auch noch schönes Fehlermaterial beschert. Folgende Passage von der t-online-Nachrichtenseite verstößt gleich zweimal gegen die Tempusregeln, da sie Vorzeitigkeitsverhältnisse in der Vergangenheit nicht angemessen ausdrücken kann. Zitat:

Beim Prestigeduell vor 40.510 Fans im Free State Stadion kehrte Miroslav Klose nach abgesessener Sperre zurück in die Startelf. Ansonsten vertraute Bundestrainer Joachim Löw den Spielern, die gegen Ghana den Einzug ins Achtelfinale sicherten. Auch die angeschlagenen Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng waren noch rechtzeitig fit geworden. Englands Trainer Capello schickte exakt das gleiche Team aufs Feld, das im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien gewann.

Selbstverständlich hätte es richtg gesichert hatten und gewonnen hatte heißen müssen. Bemerkenswert, dass die Zeitform im vorletzten Satz des Zitatausschnitts stimmt. (Die Korrekturpraxis zeigt, dass die Wahl der angemessenen Zeit- und Modusform eine Hauptfehlerquelle ist.)

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