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Logisch denken, korrekt formulieren!

Zu einer gut formulierten Wissenschaftsprosa gehört ganz wesentlich dazu, dass die Gedankenführung auch im Kleinen stimmt.

Beispiele aus der Praxis:

1.  Lovells Schuss verfehlt Wilmont absichtlich.

2. Das Motiv des Verhängnisses, das auf den Romanpersonen lastet, […].

Zu (1): Ein „Schuss“ ist zu keiner Absicht fähig; natürlich ist gemeint, dass Lovell Wilmont „mit seinem Schuss“ absichtlich verfehlt – aber dann sollte man das auch so ausdrücken.

Zu (2): Hier gehen die Ebenen der Geschichte und der textwissenschaftlichen Analyse gedanklich bzw. in der misslungenen Formulierung durcheinander: Auf den Romanpersonen (besser: Romanfiguren! Es handelt sich ja um die Gestalten eines fiktionalen Textes, nicht solche der Realität.) lastet vielleicht ein „Verhängnis“, aber sicher kein literarisches Motiv!

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