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Singular/Plural – kongruenter Satzbau

Paul geht in die Schule. Paul und Pauline gehen in die Schule.

Sparsamkeit ist eine Tugend. Geiz und Faulheit sind keine Tugenden.

Brentano, ein Autor der Romantik, meinte dazu, dass […]. Tieck und Brentano, Autoren der Romantik, meinten dazu, dass […].

Eigentlich sollte es für Muttersprachler ganz einfach sein, das richtig hinzukriegen. Dass dem nicht so ist, demonstrierte vor einigen Jahren schon regelmäßig Kanzler Schröder. Heute erlebt man entsprechende Verstöße gegen die Kongruenzregeln im Satzbau in jeder zweiten Nachrichtensendung, leider auch in vielen Hausarbeiten und Klausuren von Studierenden der Germanistik. Peinlich!  Aktuelle Fehlerbeispiele aus der Praxis:

* In diesem Fall waren die Psychiatrie als Gesellschaft zu sehen, in welcher Wahnsinnige, also der freie Mensch, […] gefangen gehalten wird.

In der selben Arbeit auch folgender Satz:

* Grund dafür war die Enttarnung des Heldenmythos, die entsetzlichen Zerstörungen, die durch neue technische Waffen möglich wurden [,] und vor allem die persönliche Betroffenheit als Freund oder Bruder Gefallener.

Bei Fehlern dieser Art, die heute leider sehr häufig unterlaufen, entsteht der Eindruck, dass der Verfasser solcher Sätze kein Muttersprachler sein kann. Weit gefehlt! (Auf andere Fehlertypen, insbesondere grammatikalische Kongruenzvorschriften bei der Tempusgestaltung will ich hier gar nicht eingehen …)

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