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Gigondas

28. November 2010

Gigondas hat unter Rot- und Roséweintrinkern einen sehr guten Klang. Hierher kommen Qualitätsprodukte, die es mit einem guten roten Châtenauneuf-du-Pape aufnehmen können. Auch wenn hier rustikaler produziert wird als in High-Tech-Kellereien, wodurch aber gerade ein Wein herauskommt, der – wie Kenner schreiben – herrlich ungezähmt schmeckt. In Gigondas wird auf eingeschränkte Erträge (35 hl/ha), hohen natürlichen Mindestalkoholgehalt (12,5%) und scharfe Auslese zur Entfernung unvollkommenen Traubenguts Wert gelegt. Die Rebfläche erstreckt sich auf etwa 1000 ha zerklüftete Weinberge am Fuß der Dentelles. Bei Rotweinen darf Grenache höchstens 80% der Mischung ausmachen, weährend auf Syrah bzw. Mourvèdre mindestens 15% entfallen. Für den Rest dürfen die für Côtes-du-Rhône zugelassenen Rebsorten außer Carignan verwendet werden. Im Rosé sind allerdings weder Syrah noch Mourvèdre vorgeschriebene Bestandteile.

Die Gegend produziert bereits zur Römerzeit Wein. Später gehörte ein größerer Teil der Rebfläche den Fürsten von Oranien. Im 20. Jh. war der Bereich jahrzehntelang nur ein Teil der Côtes-du-Rhône, was sich wirtschaftlich nachteilig auswirkte. 1966 errang Gigondas dann endlich den Status der Côtes-du-Rhône-Villages und 1971 die eigene AC. Spitzenweine lohnen zehn und mehr Jahre Flaschenalterung.

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