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Wenigstens ehrlich

Mit der Auszeichnung des Dissidenten Liu Xiaobo geht der Friedensnobelpreis zum ersten Mal in seiner Geschichte nach China. Peking reagiert empört und lässt nicht einmal Lius Frau ausreisen, um den Preis in Empfang zu nehmen. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des Bürgerrechtlers. – Wenn im nächsten Jahr WikiLeaks-Gründer Assange den Friedensnobelpreis für investigativen Journalismus bekommt, wird er ihn wahrscheinlich auch nicht persönlich abholen können; im Unterschied zu Liu behandelt man ihn nicht als politischen Staatsfeind, sondern sucht anderes. Wer denkt da nicht an Drehbücher aus der Klamottenkiste Hollywoods? Der Schaden für den Glauben gerade auch der eigenen Bürger an die Rechtsstaatlichkeit und Liberalität der ,westlichen‘ Staatsform ist jedenfalls unabsehbar.

Im Hintergrund der Geschichte eskalieren derzeit die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten. Das Netz erlebt – so man dem SPIEGEL glauben will – „eine Welle digitaler Selbstjustiz“, die eine erhebliche Gefährdung der Meinungsfreiheit mit sich bringt. Die Logik des Vorgangs ist so simpel wie gefährlich: Wer die stärkste Technik hat, dominiert den Diskurs.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733805,00.html

Basisinfos über WikiLeaks (mal sehen, wie lange noch – in dieser Form – zugänglich …):

http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks

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