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Call for Papers: Ödön von Horváth: Edition und Interpretation, Wien (1./2.12.2011)

Am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek entsteht die Wiener Ausgabe Ödön von Horváths (1901-1938). Hierbei handelt es sich um eine historisch-kritische Edition,  die den Produktionsprozess der Werke transparent macht. Das Vorwort skizziert die Entstehungsgeschichte unter Miteinbeziehung der zeitgenössischen Rezeption. Der Textteil reiht die vorhandenen genetischen Materialien chronologisch, Entwürfe werden faksimiliert und Textstufen linearisiert wiedergegeben. Die erstmals gesichert dargebotenen Endfassungen erscheinen zusätzlich in emendierter Form. Im Kommentarteil findet sich ein chronologisches Verzeichnis, das alle vorhandenen Textträger formal und inhaltlich beschreibt. Simulationsgrafiken dienen zur Darstellung komplexer werkgenetischer Vorgänge, wie sie für die hochmoderne Arbeitsweise Horváths typisch sind.

 

Die Wiener Ausgabe erscheint im Verlag de Gruyter Berlin. Bislang liegen folgende Bände vor bzw. sind im Erscheinen begriffen: Kasimir und Karoline (2009, verfügbar auch unter: http://books.google.de), Don Juan kommt aus dem Krieg (2010), Der ewige Spießer (2010),  Figaro läßt sich scheiden (Mai 2011), Der jüngste Tag/Ein Dorf ohne Männer (Herbst 2011). Lesebände der bekanntesten Werke Horváths mit einer Auswahl des genetischen Materials und einem aktuellen Sachkommentar erscheinen bei Reclam, bislang liegen vor: Jugend ohne Gott, Geschichten aus dem Wiener Wald, Kasimir und Karoline und Der jüngste Tag (alle 2009).

 

Vor dem Hintergrund des neu erschlossenen Textkorpus und anlässlich des 110. Geburtstages des Autors findet an der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien ein Symposium statt, in dessen Rahmen Beiträge zu Ödön von Horváth innerhalb folgender Themenkreise erwünscht sind:

  • Edition und Interpretation: Neue Perspektiven vor dem Hintergrund der historisch-kritischen Wiener Ausgabe

 

  • Neue Quellen der Horváth-Forschung – bekannte Quellen neu bewertet: zur Quellenlage von Horváths Texten und Biographie (in- und außerhalb der Wiener Ausgabe)

 

  • Arbeitsweise, Schreibszene/Schreib-Szene, Produktionsprozess: Literarisches Schreiben zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft

 

  • Textgenetisches Material auf der Bühne: zum Verhältnis von moderner Edition und Theaterpraxis

 

  • Der „offene Text“ in Literatur- und Editionswissenschaft: Anwendungen und Formen

 

Tagungsort: Österreichische Nationalbibliothek, Oratorium, Josefplatz 1, 1015 Wien

Termin: 1./2.12.2011

Bewerbungsschluss: 30.4.2011, mit der Bitte um Übermittlung eines kurzen Exposés (Titel, Kernthese, Materialbasis) für einen nicht mehr als 30minütigen Vortrag, über die Annahme wird bis Ende Mai entschieden.

Kontakt: PD Dr. Klaus Kastberger, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1015 Wien; klaus.kastberger@onb.ac.at

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