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Grundsätzliches zum Tutoren-Job

Was zeichnet eine(n) gute(n) Tutor(in) aus?

1.  Der gute Tutor (geschlechtsneutral zu verstehen!) steht loyal zur jeweiligen Leitungsperson einer Lehrveranstaltung und setzt deren Konzept 1:1 um. Wenn er dieses Konzept insgesamt oder in bestimmten Details für suboptimal oder aus bestimmten Gründen für nicht umsetzbar hält, diskutiert er die Problematik mit seinem Kursleiter unter vier Augen. Kursleiter sollten diskrete Hinweise dieser Art sehr schätzen, darauf rational reagieren (indem sie entweder die eigene Position dem Tutor noch einmal erklären oder aber die vorgebrachten Einwände produktiv aufnehmen) und nicht als „Angriff auf ihre Autorität“ missdeuten. Auf gar keinen Fall stellt sich ein vernünftiger Tutor in seiner Studentengruppe gegen die Kursleitung und manövriert die Studierenden damit in eine Position „zwischen den Stühlen“.

2.  Ein guter Tutor widersteht der Versuchung, „sein Tutorium“ zu einer eigenen kleinen Lehrveranstaltung auszubauen und sich vor seinen Schützlingen zu einem Mini-Professor zu stilisieren. Diese Versuchung ist besonders für engagierte Tutoren groß und psychologisch gut nachvollziehbar; dennoch wäre es für den Lernerfolg der Studierenden sehr kontraproduktiv, wenn Tutoren ihr nachgeben würden. Alle (Kursleiter, Tutoren, Kursteilnehmer) müssen sich dessen bewusst sein, dass die verfügbaren Arbeitszeit-Kontingente unserer Bachelor-Studierenden knapp kalkuliert sind: da gibt es einfach keine größeren Zeitreserven für zu Lehrveranstaltungen aufgeblähte Tutorien. Mit anderen Worten: Wenn Tutoren ihren Schäfchen eigenmächtig zusätzliche Textlektüren oder Arbeitsaufgaben verpassen, bieten sie ihnen kein schönes „Extra“, sondern rauben sie ihnen knappe Zeit, die dann für die von der Studienordnung vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen nicht mehr zur Verfügung steht.

3. Eine gute Tutorin (auch geschlechtsneutral zu verstehen!)  hat es nicht nötig, sich die „Liebe“ ihrer Schützlinge durch Verraten von Lösungen zu erkaufen. Wer seinen Schützlingen das selbständige Arbeiten erspart, arbeitet an ihrer Verdummung.

4. Besonders den Studierenden sei ganz klar gesagt: Nicht der Tutor ist für den Klausurerfolg am Ende einer Lehrveranstaltung verantwortlich, sondern jeder einzelne selbst! Tutoren, die den Klausurerfolg ihrer Gruppe auf eine Weise vorprogrammieren, die nicht mit der Kursleitung genau abgesprochen ist (wir reden hier über sogenanntes „Türken“ – nein, das Wort bedeutet keine Diskriminierung, aber ich habe hier nicht die Zeit, seine Geschichte zu erzählen, die nichts Ehrenrühriges für Türken enthält!), erweisen ihren Studis auf mittelfristige Sicht einen Bärendienst.

5. Ein guter Tutor ist ein Teamplayer! Er konkurriert nicht mit seinen KollegInnen um Respekt bei den Studis, sondern bemüht sich um Chancengleichheit für alle. Es zählt der Erfolg des gesamten Kurses, nicht der Erfolg einer speziellen Lerngruppe.

How!

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