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Seltenere Wintergäste auf der Regnitz in Bamberg

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Reiherenten auf der Regnitz

Natürlich nutzen wir alle unsere Semesterferien zum Forschen, aber niemand kann etwas dagegen haben, wenn wir am Tag mal 30 Minuten rausgehen, um frische Luft zu schnappen. Wenn man dabei die Augen aufmacht, lässt sich so manches Interessante entdecken, u.a. allerlei ungewöhnliches Federvieh auf der Regnitz. Die ,Normalente‘ auf Bamberger Gewässern ist natürlich die Stockente, die als Stammform unserer Hausente mit ihren zahlreichen Hybridformen praktisch alle innerstädtischen Gewässer bewuselt. Am Wochenanfang waren oberhalb des Hainbades allerdings auch einmal drei Reiherenten (ein Erpel und zwei Weibchen) und zwei Haubentaucher zu bewundern. Reiherenten sind in Deutschland – auch als Brutvögel – nicht gerade selten, treiben sich hierzulande aber eher auf den Baggerseen am Main als im Stadtgebiet herum. Auffällig am Männchen sind das schwarze Gefieder mit weißem Flankenfeld, der lang herabhängende Federschopf und die gelbe Iris, die öfter auch das in dunkelbraunen Farbtönen gehaltene Weibchen zeigt. Reiherenten sind mit ca. 44 cm deutlich kleiner als Stockenten, die zwischen 50 und 60 cm lang werden, außerdem gehören sie nicht zu den Gründel-, sondern zu den Tauchenten. Also solche starten sie z.B. mit einem längeren Anlauf vom Wasser aus. In der Nähe gingen dann auch noch zwei Haubentaucher (jahreszeitenbedingt noch im Schlichtkleid, also ohne den beeindruckenden Kopfputz des Prachtkleides) ihrem Fischerei-Handwerk nach. Haubentaucher sind natürlich keine Enten, sondern bilden die bekannteste und größte Art der Ordnung ,Lappentaucher‘ (Schwimmlappen an den Zehen). Leider hatten wir ein bleiern-graues Licht und die Fotos sind auch danach geraten …

(Literarische Bezüge sind mir leider weder zur Reiherente noch zum Haubentaucher präsent.)

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Kormoran

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  1. Achim
    29. Januar 2016 um 14:00

    Kormoran, nicht Haubentaucher… ;-)

    • 29. Januar 2016 um 14:31

      Hallo Achim, besten Dank für die Korrektur, deren Richtigkeit selbstverständlich außer Zweifel steht. Ich habe im Blog gleich reagiert … Mit schönen Grüßen Hans-Peter Ecker

  2. 29. Januar 2016 um 14:11

    Da haben Sie aber sowas von recht! Kann mich nicht mehr erinnern, ob ich damals ornithologisch noch so unbedarft war, oder ob ich erst ein anderes Bild einstellen wollte und mich dann anders entschieden habe und schon auf den Haubentaucher programmiert war oder was immer. Danke für die Kritik und ich werde die Bildunterschrift gleich ändern. PS. Derzeit (konkret letzte Woche beim letzten Sonnentag war wieder einiges an der Buger Spitze bzw. ein paar Meter haineinwärts los: Zwergtaucher, Gänsesäger, Reiher- und Tafelenten, ein Graureiher, irgendein größerer Greifvogel, den ich aber nicht genauer beobachten konnte und ein schläfriger Waldkauz vor seiner Baumhöhle.

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