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Kolloquium „Mythenrezeption“ – Programm

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Prof. Dr. Hans-Peter Ecker

Neuere deutsche Literaturwissenschaft/Literaturvermittlung

 

Prof. Dr. Markus Schauer

Klassische Philologie/Latinistik

 

Kolloquium „Mythenrezeption“

Samstag, 29. Januar 2011, An der Universität 7, Raum 105

 

08:55-09:00                 Prof. Dr. Hans-Peter Ecker: Eröffnung

09:00-10:00                 Dr. Nils Rücker: Die zwei Gesichter des Bellerophontes – Mythos und Mythendeutung in den Briefgedichten des Decimus Magnus Ausonius und Pontius Meropius Paulinus (4. Jh. n. Chr.)

10:00 – 11:00                Georg Schweinfest: Ikarus-Rezeptionen in der neueren deutschen Literatur.

11:00 – 11:30                 Pause

11:30 – 12:30                 Bastian Pflaum: Hesiod und die Abstammung der Götter

12:30 – 14:00             Mittagspause

14:00 – 15:00                Benjamin Walter Bauer: Heiner Müllers „Philoktet“ im Lichte der Dialektik Aufklärung unter besonderer Berücksichtigung der Odysseus-Figur.

15:00 – 16:00                Sabrina Schatz, Nina Stephan und Katharina Walesch: Kampanien – eine geistige Landschaft.

16:00 – 16:30                Pause

16:30 – 17:30                Dr. Eva Schertler: Produktive Mythenrezeption am Beispiel der tragischen Gestalt von Antigone (Sophokles, Anouilh und Hochhuth).

Hinweis: Wir bemühen uns sehr darum, die Hausverwaltung dazu zu bewegen, den Raum ordentlich zu heizen; sehr schlechte Erfahrungen der letzten Wochen lassen es jedoch ratsam erscheinen, sich mit warmer Kleidung gegen alle denkbaren Witterungsunbilden zu wappnen!

Download: Programm zum Kolloquium "Mythenrezeption"

Das Programm des Kolloquiums als PDF herunterladen

Der Sternenhimmel Ende März über Bamberg (ca. 24 Uhr)

29. März 2010 Kommentare aus

Heute Nacht werden wir vermutlich nicht allzu viel zu sehen bekommen, aber vielleicht morgen. Für den Anfang schlage ich vor, die Große Bärin zu suchen, auch als Großer Wagen bekannt. Mit Hilfe des Großen Wagens kann man den Polarstern und damit den nördlichen Himmelspol leicht finden. Verlängert man die gedachte Verbindungslinie zwischen den beiden hellen hinteren Sternen des Großen Wagen (Merak und Dubhe) über dessen »Hinterachse«) um etwa das Fünffache, gelangt man fast direkt zum Polarstern, unterwegs liegen auf dieser Linie keine weiteren hellen Sterne.

Von der Großen Bärin kommen wir aber auch leicht zum Arktur. Nun war Arcturus eigentlich eine norwegische Metal-Band, die 1987 unter dem Namen Mortem gegründet wurde und ihren Namen dann 1990 entsprechend änderte. Ob der Stern gleichen Namens im Bild ,Bärenhüter’ noch ein wenig älter ist, ist in der Szene umstritten. Wir finden ihn jedenfalls auf der Verlängerung der ,Deichsel’ des Großen Wagens. (In gleicher Richtung weiter geht’s zur Spica, Sternbild Jungfrau – die brauchen wir auch noch.)

Arktur ist ein Roter Riese, der hellste Stern im Sternbild Bärenhüter, gleichzeitig der hellste Stern des Nordhimmels und der vierthellste Stern am Nachthimmel überhaupt (Mond, Planeten und Discostars zählen astronomisch nicht als ,Sterne’). Der Bärenhüter ist ein auffälliges Sternbild des Frühjahrshimmels. Seine Figur erinnert an einen Kinderdrachen oder eine große Eistüte. Er gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden. Sein Name, lat. Boötes, bedeutet eigentlich Ochsentreiber oder Stiertreiber, weil er der Großen Bärin zu folgen scheint.

Mythologie: Zum mythologischen Ursprung gibt es unterschiedliche Versionen. Nach einer Überlieferung stellt der Bärenhüter Arkas, einen Sohn des Zeus und der Kallisto, dar, nach einer anderen Philomelos, den Sohn des Iasion und der Demeter, der Wagen und Ackerpflug erfand. Dann sah man im Bärenhüter aber auch Ikarios, den der Weingott Dionysus in die Kunst des Weinanbaus einweihte. Ikarios traf eines Tages auf eine Gruppe von Hirten, denen er das bisher unbekannte Getränk einschenkte. Die Hirten glaubten allerdings, Ikarios wolle sie vergiften und erschlugen ihn, worauf sich auch noch seine Tochter Erigone erhängte.
Dionysus verewigte Ikarios und Erigone am Himmel, das Mädchen als Sternbild Jungfrau in der Nähe ihres Vaters.

Das Frühlingsdreieck wird aus den sehr hellen Sternen Regulus (im Sternbild Löwe), Arktur (im Sternbild Bärenhüter) und Spika (Sternbild Jungfrau) gebildet. Es ist als großräumige Figur, am besten kurz nach Sonnenuntergang, am Frühjahrshimmel in südlicher Richtung sichtbar.

Nun sind wir astronomisch hinreichend gerüstet, um uns dem Gedicht Anrufung des großen Bären von Ingeborg Bachmann zuzuwenden:

http://www.youtube.com/watch?v=1xcp2uKfHEI

Zur weiteren Beschäftigung mit Sternbildern:

http://www.youtube.com/watch?v=BCCOpWjgfj8&feature=related

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