Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

Unter unseren einheimischen Vögeln gibt es einige Arten, die kaum auseinanderzuhalten sind; unser Zilpzalp hier hat einen solchen Zwillingsbruder im Fitis. Andere Zwillingsarten wären beispielsweise Teich- und Sumpfrohrsänger, Sumpf- und Weidenmeise oder Garten- und Waldbaumläufer. Dass mein Bild mit Sicherheit einen Zilpzalp zeigt, weiß ich wegen seines Gesangs, der zwar ziemlich laut, aber auch sehr einfach strukturiert (sprechender Name!) ist. Fitis-Strophen sind deutlich komplexer aufgebaut und haben einen anderen Tonhöhen-Verlauf. Auch die schwärzlichen Beine (die aber kein sicheres Indiz sind) auf unserem Bild sprechen stark für einen Zilpzalp, da Fitis-Beine zumeist (aber leider auch nicht zwingend) hellbraun gefärbt sind. Der Zilpzalp ist wie der Fitis kleiner als ein Sperling (ca. 10 cm lang), besitzt eine unauffällige olivbraune Rückenfärbung und ein weiß-gelbliches Bauchgefieder. Laut Fachliteratur ist dieses beim Fitis noch etwas gelber. Allerdings verändern Beleuchtung und Kontextfarben hier die Nuancen auf einem Bild oft sehr deutlich. Bleibt als bestes Unterscheidungsmerkmal eben der Gesang. Sehr präsent ist der Zilpzalp unter den Bamberger Kleinvögeln u.a. im Uferbewuchs des Kanals nördlich der Europa-Brücke. Mein Bild wurde allerdings Ende März in Cuxhaven aufgenommen. (Literarisch ist mir bislang noch kein Zilpzalp aufgefallen.)

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Zilpzalp, © hpecker

Eichelhäher ,hasst’ Waldkauz

Kürzlich machte uns ein ziemliches Spektakel im Bamberger Hain auf einen Waldkauz aufmerksam. Zwei Eichelhäher flogen mit lautem Geschrei immer wieder eine Baumhöhle an, um einen Waldkauz zu nerven. Der ornithologische Fachbegriff für dieses Verhalten ist ,hassen’. Sein Sinn und evolutionärer Nutzeffekt liegt darin, möglichen Beutevögel die Präsenz eines Jägers anzuzeigen, damit dessen Erfolgsaussichten zu minimieren und ihn – wenn möglich – gar zum Abzug zu bewegen. Wir beobachteten das Spektakel vielleicht über 20 Minuten lang; nach und nach kam der Kauz aus seiner Höhle ans Tageslicht, wo er sich dann, von den Scheinangriffen der Häher demonstrativ unbeeindruckt, einem wohligen Bad in der Frühlingssonne hinzugeben schien. Zwei Tage später kamen wir mit Mitarbeitern des Gartenamts ins Gespräch, die uns von einem toten Waldkauz erzählten, den sie einige Zeit zuvor gefunden hatten. Offenbar hatte es ein Brutpaar gegeben. Nach der Theorie der Arbeiter war jener Kauz Eichhörnchen zum Opfer gefallen, als er in deren Nist- bzw. Schlafhöhle eingedrungen war. Ich verstehe vom Verhalten von Waldkäuzen viel zu wenig, als dass ich diese Theorie bewerten könnte. Immerhin durchstreift auch regelmäßig ein Bussard-Pärchen den Park, so dass sich mir die Frage stellt, ob es mit diesen ein Gefecht gegeben haben könnte. Das Verhaltensmuster des Hassens wurde übrigens früher für die Vogeljagd nutzbar gemacht, indem man eine Eule ankettete, um so ,hassende’ Kleinvögel anzulocken und auf diese oder jene Art zu erbeuten.

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Eichelhäher ,hasst’ Waldkauz, © hpecker

Eulen im Allgemeinen, Waldkäuze als relativ häufige Eulenvögel im Speziellen spielen in Kulturgeschichte und Literatur eine große, und zwar durchaus ambivalente Rolle als Weisheitsvögel, Hexen- und Hurenvögel, Sterbebegleiter, Unglücksboten, aber auch Glücks- und Ruhmverkünder. In neuer Zeit wurden Eulen durch Harry Potters Zaubereule sehr populär. Eulen sind zu extremen sinnlichen Leistungen fähig, die wiederum Anlass für viele Sagen, Legenden und Mythen gegeben haben. Der Waldkauz (Strix aluco) wird ca. 40 cm groß, seine Flügelspannweite kann bis zu über einen Meter messen. Sein klagender Ruf ist aus Gespenster- und Horrorfilmen nicht wegzudenken.

 

Morgen (Di, 15. 4., 18 Uhr): Master-Begrüßungsabend

Liebe Studierende des Masterstudiengangs „Germanistik: Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung“,
zu Beginn dieses Sommersemesters veranstalten wir einen kleinen informellen Empfang, der Raum für Gespräche zwischen den Studierenden und den verantwortlichen Professoren/-innen des MA-Studiengangs „Germanistik: Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung“ bietet. Geplant ist, dass sich Fachvertreter der am Studiengang beteiligten germanistischen Fachteile noch einmal persönlich vorstellen, außerdem lassen sich bei der Gelegenheit auch etwaige organisatorische und inhaltliche Fragen, die das Master-Studium betreffen, leichter besprechen. Eingeladen sind alle eingeschriebenen Studierende des Master-Studiengangs. Das Treffen findet statt am Dienstag, den 15. April, um 18 Uhr in Raum U5/327.

Vertretungszeit für mich: 5.-16. Mai

In den ersten beiden Maiwochen wird mich Dr. R. Münster in allen meinen Lehrveranstaltungen und Sprechstunden vertreten. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Planungen, falls Sie in nächster Zeit mit mir Abschlussarbeiten, Gutachten oder sonstige Projekte besprechen wollen.

Sekretariat macht Osterferien!

Unser Sekretariat ist vom Do, 17. April, bis einschließlich Fr, 25. April, nicht besetzt. Ab Mo, 28. April, wird Frau Heger wieder wie gewohnt erreichbar sein.

Meine Sprechstunden bis auf weiteres immer Dienstags, nach der Vorlesung

Dies auch nur zur Erinnerung: Im letzten Semester habe ich meine Di-Sprechstunde zeitlich vorverlegt. Diese Praxis behalte ich bis auf Widerruf bei; eine Terminliste zum Eintragen finden Sie – wie üblich – an meinem weißen Brett. Bitte tragen Sie sich möglichst nacheinander (ohne größere Lücken zwischen den einzelnen Terminen) ein, damit ich nicht unnötigerweise Wartezeiten absitzen muss. Allerdings ist mir klar, dass manchmal Seminare eine andere Praxis erzwingen. In der Regel halte ich meine Sprechstunden open end, Ausnahme: es gibt wichtige Sondertermine (z.B. Sitzungen, Prüfungen) nach der vorgesehenen Sprechstundenzeit.

An vorlesungsfreien Tagen (z.B. Di nach Ostern) finden natürlich keine Sprechstunden statt.

“Prof.essional music”-Party am nächsten Montag im Morph Club (14. April, ab 21 Uhr)

Der Eintritt von 5,- geht an einen guten Zweck. Wie in den letzten beiden Jahren bin ich auch dieses Mal wieder als DJ dabei, Ablaufplan:

ab 21 Uhr: DJ Michi Lu, dann die Profs, vermutlich in dieser Reihenfolge.

22.30 – 23.15 Uhr: Andresen
23.15 – 24.00 Uhr: Ecker
24.00 – 00.45 Uhr: Krug
00.45 – 01.30 Uhr: Sucky

danach wohl wieder der Profi …

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