Stellenangebot: Studentische Aushilfe (m/w) im Bereich PR & Marketing

Nachfolgend gebe ich ein Stellenangebot weiter, das mich von einer ehemaligen Absolventin erreicht hat. Es gibt dazu noch einen detaillierten Aushang an meinem Info-Brett.

Wir von Soular sind ein dynamisches und junges Team und spezialisiert auf die Distribution von innovativen und trendorientierten Zubehörprodukten insbesondere zur Ergänzung des Apple-Portfolios. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine studentische Aushilfe (m/w) zur Unterstützung im Bereich PR und Marketing auf 450 Euro Basis (ca. 12 Std/Woche).

(Zum Aufgaben- und Anforderungsspektrum vgl. den Aushang an meinem Brett.)

Bewerbung an presse@soular.de. Ansprechpartnerin ist Marina Loch.

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Aktualisierte Publikationsliste von Prof. Dr. Hans-Peter Ecker (März 2017)

Heute habe ich mir seit längerer Zeit wieder einmal die Mühe gemacht, meine Publikationsliste auf den aktuellen Stand zu bringen; sie ist in diesem Blog zu finden:

https://hpecker.wordpress.com/zur-person/publikationen/

Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

Unter unseren einheimischen Vögeln gibt es einige Arten, die kaum auseinanderzuhalten sind; unser Zilpzalp hier hat einen solchen Zwillingsbruder im Fitis. Andere Zwillingsarten wären beispielsweise Teich- und Sumpfrohrsänger, Sumpf- und Weidenmeise oder Garten- und Waldbaumläufer. Dass mein Bild mit Sicherheit einen Zilpzalp zeigt, weiß ich wegen seines Gesangs, der zwar ziemlich laut, aber auch sehr einfach strukturiert (sprechender Name!) ist. Fitis-Strophen sind deutlich komplexer aufgebaut und haben einen anderen Tonhöhen-Verlauf. Auch die schwärzlichen Beine (die aber kein sicheres Indiz sind) auf unserem Bild sprechen stark für einen Zilpzalp, da Fitis-Beine zumeist (aber leider auch nicht zwingend) hellbraun gefärbt sind. Der Zilpzalp ist wie der Fitis kleiner als ein Sperling (ca. 10 cm lang), besitzt eine unauffällige olivbraune Rückenfärbung und ein weiß-gelbliches Bauchgefieder. Laut Fachliteratur ist dieses beim Fitis noch etwas gelber. Allerdings verändern Beleuchtung und Kontextfarben hier die Nuancen auf einem Bild oft sehr deutlich. Bleibt als bestes Unterscheidungsmerkmal eben der Gesang. Sehr präsent ist der Zilpzalp unter den Bamberger Kleinvögeln u.a. im Uferbewuchs des Kanals nördlich der Europa-Brücke. Mein Bild wurde allerdings Ende März in Cuxhaven aufgenommen. (Literarisch ist mir bislang noch kein Zilpzalp aufgefallen.)

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Zilpzalp, © hpecker

Eichelhäher ,hasst‘ Waldkauz

Kürzlich machte uns ein ziemliches Spektakel im Bamberger Hain auf einen Waldkauz aufmerksam. Zwei Eichelhäher flogen mit lautem Geschrei immer wieder eine Baumhöhle an, um einen Waldkauz zu nerven. Der ornithologische Fachbegriff für dieses Verhalten ist ,hassen‘. Sein Sinn und evolutionärer Nutzeffekt liegt darin, möglichen Beutevögel die Präsenz eines Jägers anzuzeigen, damit dessen Erfolgsaussichten zu minimieren und ihn – wenn möglich – gar zum Abzug zu bewegen. Wir beobachteten das Spektakel vielleicht über 20 Minuten lang; nach und nach kam der Kauz aus seiner Höhle ans Tageslicht, wo er sich dann, von den Scheinangriffen der Häher demonstrativ unbeeindruckt, einem wohligen Bad in der Frühlingssonne hinzugeben schien. Zwei Tage später kamen wir mit Mitarbeitern des Gartenamts ins Gespräch, die uns von einem toten Waldkauz erzählten, den sie einige Zeit zuvor gefunden hatten. Offenbar hatte es ein Brutpaar gegeben. Nach der Theorie der Arbeiter war jener Kauz Eichhörnchen zum Opfer gefallen, als er in deren Nist- bzw. Schlafhöhle eingedrungen war. Ich verstehe vom Verhalten von Waldkäuzen viel zu wenig, als dass ich diese Theorie bewerten könnte. Immerhin durchstreift auch regelmäßig ein Bussard-Pärchen den Park, so dass sich mir die Frage stellt, ob es mit diesen ein Gefecht gegeben haben könnte. Das Verhaltensmuster des Hassens wurde übrigens früher für die Vogeljagd nutzbar gemacht, indem man eine Eule ankettete, um so ,hassende‘ Kleinvögel anzulocken und auf diese oder jene Art zu erbeuten.

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Eichelhäher ,hasst‘ Waldkauz, © hpecker

Eulen im Allgemeinen, Waldkäuze als relativ häufige Eulenvögel im Speziellen spielen in Kulturgeschichte und Literatur eine große, und zwar durchaus ambivalente Rolle als Weisheitsvögel, Hexen- und Hurenvögel, Sterbebegleiter, Unglücksboten, aber auch Glücks- und Ruhmverkünder. In neuer Zeit wurden Eulen durch Harry Potters Zaubereule sehr populär. Eulen sind zu extremen sinnlichen Leistungen fähig, die wiederum Anlass für viele Sagen, Legenden und Mythen gegeben haben. Der Waldkauz (Strix aluco) wird ca. 40 cm groß, seine Flügelspannweite kann bis zu über einen Meter messen. Sein klagender Ruf ist aus Gespenster- und Horrorfilmen nicht wegzudenken.

 

Gefiederte Winzlinge: Sommer- und Wintergoldhähnchen

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Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus) © hpecker

Die kleinsten Vögel Europas finden sich in der Familie der Goldhähnchen (Regulidae) zusammen, die sieben Arten umfasst. In Deutschland kommen davon die einander recht ähnelnden Sommer- und Wintergoldhähnchen vor, die man anhand des ausgeprägten Augenstreifs bei der Sommervariante aber doch schnell zu unterscheiden lernt. So klein sie sind (gerade einmal 9 cm lang und 4-7 g schwer), so verfressen sind sie doch, futtern sie Tag für Tag doch ihr eigenes Körpergewicht in Form winziger Spinnen und Raupen, von Läusen, Flöhen, Mückchen und – vor allem – Springschwänzen weg. In der Mauser oder während der Eiablage wird auch gerne mal die doppelte Portion verdrückt. Sommer- und Wintergoldhähnchen trifft man oft zusammen an; sie haben sich bei der Nahrungssuche so spezialisiert, dass sie sich nicht in die Quere kommen: während die eine Art Äste und Zweigen von oben her absucht, hält sich die andere an die Unterseite; die eine frisst möglich große Beutetiere (was sich gerade noch so verschlucken lässt), die andere das kleinste und feinste, was die Situation hergibt. So hält man es im gemischten Schwarm miteinander aus und erträgt auch mal überlappende Reviere. Sprachlich kann man sich auf super-hoher Tonlage einigermaßen verständigen, vermutlich besser als Oberbayern und Unterfranken zum Beispiel. Differenzen im Gesang verhindern aber zugleich – wiederum anders als bei Alt- und Beutebayern – eine Hybridisierung beider Arten. So könnte man noch 1000 weitere interessante Details zu den Goldhähnchen mitteilen: etwa dass Wintergoldhähnchen an Fichten gebunden sind, dass Männchen beider Arten bei der Balz lustige Imponier-Rituale aufführen wie das Aufspreizen ihres gold- bzw. orangefarbenen Scheitelgefieders zu einer prächtigen Irokese oder einen wilden Spiralflug um einzelstehende Fichten etc. Fazit: klein, aber oho! Und verfressen! Nebenstehende Fotos wurden vorgestern im Bamberger Hain aufgenommen. Zuvor habe ich übrigens Goldhähnchen noch nie bewusst wahrgenommen. Literarischer Bezug: Es gibt ein ,Goldhähnchen‘-Märchen von Ludwig Bechstein.

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Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) © hpecker

Schützt die Bodenbrüter der Buger Wiesen! (Appell an unsere Hundehalter)

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Feldlerche auf den Buger Wiesen
© Viola Ecker

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Mehr als nur ein Ruhestörer für Bodenbrüter

Ein wertvolles Biotop im Bamberger Süden sind die sog. ,Buger Wiesen‘ die sich zwischen Kanal und Regnitz vom Gelände des Schwimmvereins in Richtung Strullendorf ausbreiten. Diese Wiesen sind – auch als Wasserschutzgebiet – aus der intensiven Ackernutzung herausgenommen worden, wodurch sie zur Heimat geschützter Pflanzen (hier blühen beispielsweise seltene Orchideenarten wie Orchis ustulata) und Vögel werden konnten. Bei den Vögeln sind Blaukehlchen, Nachtigall und Neuntöter zu nennen. Spektakuläres Highlight ist das episodische Vorkommen des extrem bedrohten Wachtelkönigs (Crex crex). Manche der Vögel brüten in Hecken, andere auf dem flachen Boden. Letztere sind während der Brutzeit dringlichst auf unseren Schutz angewiesen. Zwar weisen einige Schilder eindeutig darauf hin, dass bestimmte Wege nicht mit Hunden begangen werden dürfen, leider halten sich viele Leute nicht daran. Vermutlich ist ihnen gar nicht bewusst, was sie da anstellen. Ganz besonders ignorant ist das Verhalten vieler Hundehalter, ihre Tiere frei über die Wiesen rennen und die Nester der Bodenbrüter aufstöbern zu lassen. Im Prinzip sollten die Bamberger Medien mit größerem Wirkungsgrad einmal eine Aufklärungs-Kampagne zum Schutz unserer heimischen Biotope starten! (PS. Das Lerchen-Foto ist mit einem starken Teleobjektiv vom Hauptweg aus geschossen worden; d.h. wir mischen auch unsererseits nicht das Brutgebiet auf, um an attraktive Fotos heranzukommen.)

Hörnchen wollte man sein!

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© hpecker

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© hpecker

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© hpecker

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© hpecker

 

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